Der Film DER FALL MARIANNE VOSS feiert seine Premiere auf ARTE und im ZDF. Ein spannendes Psychogramm eine Ehe.

Synopsis:
Eine Frau wird ermordet. Ihr Mann wird angeklagt, versichert aber, es nicht gewesen zu sein. Wie verführerisch, daraus einen Film zu machen, der fragt, ob er es wirklich war. Diese Grundspannung tritt jedoch mit jeder Minute immer weiter in den Hintergrund, während das Drama einer Ehe mehr und mehr Raum einnimmt. „Der Fall Marianne Voss“ erzählt eine Geschichte, die über den Einzelfall hinausweist. In einer weiteren von unzähligen Variationen scheint ein Ehekonzept durch, das verheerende Wirkung zeigen wird: „Bis dass der Tod sie scheidet.“ Hier treffen anfangs zwei Menschen aufeinander, die einander brauchen und sich gegenseitig beflügeln. Die Ehe gibt beiden Halt und Kontrolle über ein Leben, das ihnen schon früh schwere Wunden geschlagen hat. Es ist, als hätten sich hier zwei verbündet ‒ die umschwärmte, unfreiwillig schwangere Marianne und der junge, ehrgeizige Karsten. Er bewundert sie und würde alles für sie tun. „Der Fall Marianne Voss“ zeichnet über Jahrzehnte nach, wie sie die Fassade des Vorzeigepaars bis zum tödlichen Ende eisern wahren. Dahinter gerät die Ehe aber aus der Balance und wird für beide zu einem klaustrophobischen Gefängnis. Der Film nähert sich dem tödlichen Geheimnis um Mariannes Tod in einem tastenden Suchprozess. Das Gericht wird am Ende ein Urteil fällen, aber die Zuschauerinnen und Zuschauer sind frei, sich eigene Fragen zu stellen.

Regie: Uljana Havemann
Drehbuch: Karin Kaçi
Edit: Friederike Hohmuth
Musik: Johannes Repka

Produktion: Senator Film

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